Review of the third Trimester at UoN
Die Hälfte war geschafft und nach der ausgiebigen zweimonatigen Pause ging es an die zweite Halbzeit meines MBA Programms. Im dritten Trimester hatten wieder die Pflichtkurse die Überhand. Generell musste ich jetzt aufpassen, wie ich mich einschreibe, damit ich am Ende auch alle Kurse im normalen Modus absolvieren konnte und nicht noch online machen musste. Genauer belegte ich die folgenden Kurse: Strategic Management (Strategische Unternehmensführung), Leadership in Contemporary Organisations (Mitarbeiterführung in modernen Organisationen) und Entrepreneurship for Startups (Unternehmergeist für Firmengründer). Ähnlich wie schon im letzten Trimester wurde Entrepreneurship for Startups im Intensiv-Modus gelehrt, aber nicht innerhalb von einer Woche, sondern an drei Wochenenden durch das Trimester Freitags und Samstags. Im Rest des Beitrags fasse ich wieder grob meine Highlights aus
den jeweiligen Kursen zusammen.
Strategic Management
Nach dem vorgegebenen Plan, sollte dieser Pflicht-Kurs eigentlich im letzten Trimester zusammen mit einem weiteren (Corporate Governance) belegt werden. Da es den Kurs aber im Folge-Trimester nur Online gab, belegte ich ihn dennoch dieses Trimester (ich wollte ja in vier statt fünf Trimestern fertig werden). Wie der Name des Kurses schon sagt, ging es um strategische Unternehmensführung. Die Vorlesungsinhalte orientierten sich dabei an einem Modell für den Strategischen Management Prozess mit den Schritten: Analyse (extern&intern), Richtung weisen (Visionen, Missionen, Ziele), strategische Wahl, Umsetzung und Evaluierung. Vieles der Inhalte war nicht komplett neu, da ich eine Vielzahl der Modelle schon in Global Business Management im ersten Trimester kennen gelernt hatte. Diese Überlappung macht auch Sinn, denn ein großer Teil davon ein Unternehmen global zu führen ist die Wahl der passenden Strategie. In Kurs dieses Trimester, wurden die Modelle allerdings deutlich intensiver behandelt. Unser Dozent schaffte es dabei die Inhalte sher anschaulich darzustellen, da er selbst lange Jahre als Unternehmensberater gearbeitet hat und somit Erfahrung in der aktiven Anwendung der Modelle hatte, die er an der ein oder anderen Stelle mit einbringen konnte. Was ich am meisten aus disem Kurs mitgenommen habe, ist, dass die strategischen Modelle (oder somit das "Handwerkszeug") für jedes Unternehmen gleich sind. Worauf es ankommt ist die richtige Wahle und effektive Umsetzung im Zusammenhang mit den Gegebenheiten (interne Stärken und Schwächen, genauso wie externe Marktbedingungen).
An Hausarbeiten gab es zunächst wieder eine wissenschaftliche Arbeit, die ich ja schon im letzten Trimester nicht wirklich mochte, wegen der Massen an Nachforschungen und überwiegend trockenem Wiederkäuen. Das Thema hierbei war: Fähigkeiten, Kernkopetenzen und strategischer Wettbewerbsvorteil und wie (gestützt von Modellen) Unternehmen, diese sinnvoll einsetzen können. Interessanterweise konnte ich aber Erfolg aus dem letzten Trimester forsetzen und sogar übertreffen, da mein Aufsatz sogar der beste der Klasse mit 93% war. Bei der Gruppen-Hausarbeit und Präsentation ging es darum den strategischen Prozess einer Firma unserer Wahl zu analysieren. Insbesondere bei den Präsentationen aller Gruppen verstärkte sich die Sichtweise, was ich am meisten aus dem Kurs gelernt habe (s. oben).
Leadership in Contemporary Organisations
Unternehmensführung war einer der neu eingeführten Pflicht-Kurse bei der Überarbeitung des MBA Programms in 2018. Gelehrt wurde es vom Leiter des MBA Programms, James Hunt, dessen Forschungsgebiet auch die Unternehmensführung ist. Aufbauend auf dem Kurs Organisational Behaviour (Verständnis von Organisationen), drehte sich dieser Kurs um die Führungskraft an sich mit dessen Persönlichkeit, Motivationen, Verhalten, emotionaler Intelligenz, verschiedenen Führungsstilen, Kompetenzen und der Führungskraft als Architekt der Unternehmenskultur und Dreh- und Angelpunkt in Veränderungsprozessen. Ähnlich wie schon im Organisational Behavior Kurs wurden dabei in jeder Woche einzelne international hoch angesehen Führungskräfte vorgestellt, die zum jeweiligen Thema passten, so wie zum Beispiel Ricardo Semler, Jack Welch oder Indra Nooyi, die alle auf ihre eigene Weise signifikant zum Erfolg ihrer Unternehmen beigetragen haben. Unterm Strich ging es darum uns die Bandbreite verschiedener Führungsansätze vorzustellen, aber ohne das Ziel den einen als überlegener anzusehen als den anderen (auch wenn es für einzelne Stile deutliche Forschungsnachweise gibt, dass sie ineffektiv sind). Stattdessen ging es in dem Kurs um uns als zukünftige oder bereits ausführende Führungskräfte und uns dabei zu unterstützen die Führungskraft zu werden, die wir werden wollen.
Daher gab es in diesem Kurs auch keine Klausur am Ende, die das reine Wissen über Führungsstile abfragen würde, sondern eine umfangreiche Hausarbeit (4,000 Wörter), in der wir uns als Führungskraft analysieren sollten im Bezug auf unseren bisherigen Werdegang, unsere Persönlichkeit und Motivationen, unsere Fähigkeiten in vorgegebenen Kompetenz-Kategorien, unserem bevorzugten Führungsstil und anderen Bereichen wie das Zusammenspiel unserer Werte mit der Unternehmenskultur in der wir zuvor waren. Allein diese "Übung" war eine herausragende Möglichkeit, tiefer in sich selbst zu gehen und zu reflektieren, wo man gerade steht und wo man gern hin will und hat diesen Kurs damit auf eine spezielle Weise sehr wertvoll gemacht. Die anderen Hausarbeiten waren eine Fallstudie einer fiktiven Firma, in der die Führungsstile der dortigen Manager analysiert werden sollte und die Analyse einer selbstgewählten international angesehen Führungskraft in einer Gruppe. Unsere Gruppe analysierte dabei Oracle Gründer und heute noch Vorstandvorsitzender Larry Ellison.
Entrepreneurship for Startups
Unternehmergeist für Firmengründer war der einzige Wahl-Kurs in diesem dritten Trimester, aber gleichwohl der Kurs auf den ich mich mit am meisten gefreut hatte. Wer hat denn nicht schon einmal über einem Bier mit Freunden über den Traum philosophiert sein eigener Chef zu werden und krativ nach eigenen Ideen für Firmen oder ein Startup gesucht? Genau da setzte dieser Kurs an mit dem Ziel einem an die Hand zu geben, wie man es "richtig" macht, wenn man die eigene Idee hat (oder auch wie man die Idee findet) und diese von der Idee bis zur Umsetzung und Firmengründung führt. Der Dozent in diesem Kurs, David Cunneen, hat dabei enorm dazu beigetragen den Unternehmergeist in uns zu stimulieren und zu das Feuer zu schüren. Er selbst hat in seinem Leben in den turbulenten Zeiten der ersten Computer, ein eigenes Unternehmen gegründet, dass erfolgreich Komponenten für IBM (den damaligen Marktführer mit Abstand) entwickelt und geliefert hat. Als er nach zehn Jahren dann ausgestiegen ist, hat er sich selbst damit beschäftigt zu erforschen, was er mit seiner Firma richtig gemacht hat, bzw. sein Modell an anderen Wachstumsfirmen erforscht, was dann auch das Herz dieses Kurses war. Durch seine eigene intensive Erfahrung und die Forschung in dem Gebiet hat er das Thema auf eine Weise rüber gebracht, die ich so noch bei keinem anderen Dozenten sehen konnte. Man hat wirklich gemerkt wie er selbst dafür brennt und dementsprechend versucht hat das Feuer auch in uns zu schüren, da Startups (ob klein oder groß, wie Google oder Facebook) die Zukunft der weltweiten Wirtschaft sind.
Die Hausarbeiten in diesem Kurs drehten sich deshalb auch genauso praxisnah darum, ein eigenes Startup zu gründen. Zunächst individuell mit der Erstellung einer Start-Up Design und Kreativitäts Kompaktdarstellung, an der man gemerkt hat, dass deutlich mehr dazu gehört als nur eine Idee, sondern dass man die Idee von allen möglichen Seiten her beleuchten und auseinandernehmen muss, um sicher zu sein, dass auch etwas (zum Beispiel ein Markt) dahinter steckt. In Zweier-Gruppen wurde dann jeweils eine Idee in einem vollen Business-Plan weiterentwickelt und sollte einer fiktiven Investoren-Gruppe präsentiert werden. Auch das war eine sehr wertvolle Übung, da doch einiges dazugehört eine Idee bis ins kleinste Detail auseinanderzunehmen. An einer Klausur sind wir in diesem Kurs zwar nicht herum gekommen, aber alles in allem zählt dieser Kurs neben Advanced Communication Skills zu den besten im gesamten MBA bisher.
Meine positive Einstellung am Ende des letzten Trimesters wurde deswegen auch am Ende dieses Trimesters nicht umgestoßen. Es ist einfach unglaublich wertvoll für das was ich noch vorhabe beruflich zu erreichen, aber auch für mich persönlich, da es mir viele neue Sichtweisen auch auf alltägliche Dinge aufzeigt, oder auch hilft die Welt wie sie ist, besser zu verstehen, bzw. auch wie sich Unternehmen darin verhalten. Nichtsdestotrotz, aber vermutlich auch stark bedingt durch die Tatsache, dass wir während dem Trimester auf Reisen in Tasmanien waren, merkte ich doch, dass meine Motivation hier und da etwas eingeknkickt war, insbesondere beim Schreiben der vielen Hausarbeiten. In den Ergebnissen hat sich das aber nicht widergespiegelt, da dieses Trimester mit zwei High Distinctions (1) und einem Distiction (2), das Beste bisher war.

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