The rest of the first week of normal living in Newcastle

In den kommenden Tagen, kehrte der mehr-oder-weniger Alltag bei uns ein. Denise machte sich an den Erste-Hilfe-Kurs, bei dem sie vorab einen intensiven Online-Kurs absolvieren musste und sie vor extreme Herausforderungen stellte, die 16 Module mit 276 Folien und 113 Multiple Choice Fragen zu beantworten. Inhaltlich war das meiste nichts neues, aber das ganze auf einer anderen Sprache zu machen, ist dann doch noch mal eine andere Hausnummer. Da wir noch kein Internet in unserer Wohnung hatten, verbrachten wir also mehrere Tage an der Uni, in denen ich anfing am Blog zu arbeiten (das waren die ersten paar Beiträge) und Denise fleißig den Kurs durchging. In den Abendstunden, machten wir weiter die kulinarischen Möglichkeiten unserer neuen Umgebung zu testen. Wer sich noch erinnert, in einem der früheren Posts hatte ich das deutsche (!) Restaurant "Oma's Kitchen" erwähnt, dass eine Geschichte für sich selbst wert ist 😉
Das Restaurant wird von einer australischen Familie mit deutschen Wurzeln betrieben, genauer gesagt, die Oma kam ursprünglich aus Deutschland und die folgenden Generationen bieten daher die deutsche Küche in ihrem Restaurant an. Dort angekommen begrüßt einen gleich die Bierzelt-Musik mit einem Mix aus Blasmusik und bekannten Schalgern wie "Ein Stern" von DJ Ötzi. Denise fühlte sich dadurch natürlich gleich wie zu Hause, während ich es doch etwas komisch fand, abgesehen davon, dass dieser Musikbereich mir normalerweise 2 Mal im Jahr beim Wasen reicht. Es wird insgesamt allerdings sehr gut von den Australiern angenommen. Wenn wir abends dort vorbei liefen war es so gut wie immer voll.
Auf der Speisekarte sind die typisch deftigen (süddeutschen) Klassiker mit Rouladen, Käsespätzle, Schweinshaxe, Bratwurst, Fleischkäse und Brezeln vertreten und zu trinken gibt es eine Auswahl deutscher Biere, von denen einzelne sogar vom Fass sind. Letztere sind natürlich noch einmal eine Ecke teurer als die ohnehin hohen Bierpreise in Australien. Auffallend war, dass es als Beilage zu fast allen Gerichten Kartoffelbrei und eher selten Klöse gab. Denise entschied sich für die Käsespätzle und ich nahm die Rouladen mit Rotkraut und Kartoffelbrei. Geschmacklich ging es schon in die deutsche Richtung, aber an das gute Essen zuhause kam es natürlich nicht heran. Nichtsdestotrotz eine Empfehlung mal dort vorbeizuschauen. Beim Bezahlen wurden wir dank des Akzents natürlich als Deutsche entlarft, aber auf eine herzliche Art und Weise und bekamen direkt noch frisch gebackenes "Short-Bread". Wir waren uns nicht sicher welche deutsche Gebäck-Spezialität das imitieren sollte, da es ziemlich nach nichts schmeckte 😅


Natürlich haben wir auch angefangen selbst zu kochen, was jetzt an sich keine allzu große Besonderheit darstellt, aber zumindest erwähnt werden kann, wenn wir schonmal von Essen reden. Unsere Wohnung ist mit einem Gasherd ausgestattet, was für uns beide Neuland und für Denise (die bekanntermaßen bei Feuer etwas ängstlicher ist) eher (immernoch 😋) eine Herausforderung ist. Da wir das vorhandene Kochgeschirr ja nicht verwenden konnten (ihr erinnert euch an die Bilder) erstanden wir ein Komplettset bei BigW für schlappe 60€ mit dem dann drauf los gekocht werden konnte, wie hier im Beispiel Hähnchenbrust mit Ananas und Käse überbacken mit einer Currysoße und Reis:
In der ersten Woche in unserem neuen Zuhause kam auch unsere Tischgarnitur von Amazon an. Natürlich waren wir zu dem Zeitpunkt der Anlieferung leider nicht zu Hause und mussten das Paket dann beim nächsten Depot abholen. Hier gibt es wenig Unterschiede zu Deutschland, denn das nächste Depot lag in einem Industriegebiet am Ende vom Newcastle, zu dem es natürlich keine direkte Busverbindung gab. Da wir noch keinen eigenen fahrbaren Untersatz hatten, ging es also mit dem Bus zur nächstgelegenen Haltestelle und die restlichen 2km bzw. 25min zu Fuß. Auf dem Hinweg war das noch halbwegs erträglich, aber bepackt mit einer Tischgarnitur zu - ich weiß leider nicht mehr wie viel - kg dauerte es zum einen länger und war auch deutlich anstrengender. Immerhin sicherte ich mir einige erstaunte oder auch spöttische Blick auf meinem Weg, schließlich sieht man nicht alle Tage einen deutschen (oder irgend einen Menschen) mit einem Riesenpaket bepackt an der Straße entlang laufen. Aber auch diese Herausforderung wurde gemeistert, um zu Hause angekommen vor der nächsten zu stehen. Nämlich, mit welchem Werkzeug man besagtes Set aufbaut. Es war weder etwas im Lieferumfang enthalten noch im Inventar der Wohnung vorhanden. Aber wie man so schön sagt, "einem Ingenieur ist nichts zu schwör" auch dafür war eine Lösung gefunden, die auf den nächsten Bildern zu sehen ist und zum schönen Ergebnis führte:

Zum Abschluss dieses Beitrags gibt es noch zwei Bilder vom schönen Abendrot über der Hafenbucht von Newcastle:





Im nächsten Beitrag geht es dann um die (abenteuerliche) Fahrt zum Blackbutt Nature Reserve und jeder Menge Bildern von unserem ersten Besuch in diesem Tierpark, natürlich mit Koalas und Kängurus 😄

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